Krafttraining neben Padel - bringt das was oder verlierst du Gefühl?

Gestartet vor 3 Monaten von Marta Kowalska  ·  8 Antworten  ·  651 Aufrufe
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Ich trainiere seit einem Jahr zweimal pro Woche Padel, dazu bisher nur lockeres Laufen. Jetzt überlege ich, ob ich ernsthafter ins Krafttraining einsteige - konkret 2x Gym pro Woche, Fokus auf Beine, Core, Schultern.

Bei Tennisspielern höre ich oft, dass zu viel Muskelaufbau das Gefühl für den Ball ruiniert, besonders am Arm. Gilt das für Padel auch? Der Sport ist ja technisch nochmal anders, kürzere Hebel, mehr Wand. Hat jemand konkrete Erfahrungen gemacht - positiv oder negativ?

vor 3 Monaten #1

Das 'Gefühl verlieren' ist bei Padel deutlich weniger ein Thema als bei Tennis. Der Grund: Die Schläger sind massiver, der Ball langsamer, und der Großteil des Spiels passiert unter Schulterhöhe. Das feinmotorische Feedback das ein Tennisspieler am Arm braucht ist hier einfach weniger kritisch.

Was ich aus Erfahrung sagen kann: Hüftbeuger, Gluteus und Rumpfstabilität sind die echten Gamechanger. Explosivität aus dem Stand, schnelle Richtungswechsel - das kommt nicht vom Laufen.

vor 3 Monaten #2

Ich hab mir das 'Gefühl verlieren' lang eingeredet um nicht ins Gym zu müssen. Irgendwann gemerkt dass ich nach dem dritten Satz einfach schlappmache während andere noch frisch wirken. Seitdem mache ich zweimal die Woche Kraft, nichts Exzentrisches. Besser geworden.

vor 3 Monaten #3

Ich komme aus dem Yoga und war skeptisch ob Gym passt. Aber ein Trainer hat mir erklärt dass Stabilität im Schulterblatt-Bereich Verletzungen vorbeugt - gerade beim Padel wo man so oft aus komischen Winkeln spielt. Das hat mich überzeugt. Ich mache jetzt gezieltes Schulter- und Rotatorenmanschetten-Training, nichts Schweres.

vor 2 Monaten #4

Kontraproduktiv wird es wenn du Hypertrophie-Splits machst wie ein Bodybuilder. 5x10 Bankdrücken bringt dir auf dem Court nichts außer Muskelkater.

Sinnvoll: explosive Verbundbewegungen, einbeinige Squats, Medizinball-Rotationen, Pallof Press. Alles was den Sport nachahmt. Der Arm bleibt außen vor - da reicht Padel selbst als Stimulus.

vor 2 Monaten #5

Ich würde noch einen Schritt weitergehen: ohne Krafttraining stagniert man ab einem gewissen Niveau schlicht. Die reaktive Kraft bei schnellen Beinarbeits-Sequenzen lässt sich anders kaum entwickeln. Im Profibereich macht heute niemand mehr nur Ausdauer und Court-Training.

Der Punkt mit dem 'Gefühl' ist meiner Meinung nach Folklore. Kraft und Sensomotorik sind keine Gegensätze wenn man richtig periodisiert.

vor 2 Monaten #6

Ich hab letztes Jahr mit Bulgarian Split Squats angefangen und ich schwöre meine erste Bewegung zur Bandeja ist seitdem komplett anders. Mehr Boden, mehr Kontrolle. Ob das Placebo ist weiß ich nicht aber es fühlt sich real an.

vor 2 Monaten #7

Bulgarian Split Squats und Padel-Performance in einen kausalen Zusammenhang zu bringen ist sportlich mutig. Aber ja, Einbeinarbeit generell macht Sinn für den Sport. Der Effekt dürfte eher von der Gesamtstabilisierung kommen als vom Bewegungsmuster selbst.

vor 2 Monaten #8

Danke für die Rückmeldungen. Ich nehme mit: Arm weitgehend rauslassen, Fokus auf Rumpf und Beine, explosive Bewegungen bevorzugen. Klingt nach einem vernünftigen Einstieg. Werde berichten ob es was bringt sobald die Padel Avenue offen ist und ich wieder regelmäßig auf dem Court stehe.

vor 2 Monaten #9

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